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TU Berlin

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Mikroabtragen

Zahnrad gefertigt mittels Mikro-Drahterosion
Lupe

Die Mikrobearbeitung von hochharten Werkstoffen verbindet die Herausforderung der begrenzten mechanischen Bearbeitbarkeit mit den Herausforderungen einer hohen Genauigkeit und engen Bauteiltoleranzen. Die Funkenerosion operiert dabei unabhängig von den mechanischen Eigenschaften der zu bearbeitenden Werkstoffe und ist nahezu prozesskräftefrei, wodurch Strukturen mit sehr geringen Abmaßen fertigbar sind. In der industriellen Fertigung wird die Mikrofunkenerosion hauptsächlich für die Herstellung von mikrostrukturierten Abformwerkzeugen wie Walzen, Mikrospritzgussformeinsätzen oder Heißprägewerkzeugen sowie zur Fertigung von Mikrobohrungen eingesetzt. Mit den am IWF zur Verfügung stehenden modernen Mikro-EDM-Bearbeitungszentren können minimale Bauteilabmessungen und Bohrungsdurchmesser bis D = 10 µm bei Maßtoleranzen bis t = ± 2 µm sowie Oberflächenrauheiten bis zu einem arithmetischen Mittenrauwert Ra = 70 nm erreicht werden. Zudem wurden in der Vergangenheit eine Vielzahl von innovativen Technologien zur Bearbeitung von Hochleistungswerkstoffen, wie hochlegierten Stählen, Hartmetallen, technischen Keramiken und Diamantwerkstoffen entwickelt, welche für industrielle Anwendungen zur Verfügung stehen.

Zum Einsatz kommen hierbei:

  • Funkenerosives Senken (Genius 1000 der Firma Zimmer & Kreim)
  • Funkenerosives Schneiden (AC Vertex 1F und Evolution 2SFF der Firma GF Machining Solutions)
  • Funkenerosives Bohren (AGIETRON Compact 1 und Quadraton 1 der Firma GF Machining Solutions)
Quadratgeometrie gefertigt mittels Trockenfunkenbahnerosion
Lupe
Zylindergeometrie gefertigt mittels Trockenfunkenbahnerosion
Lupe

Die derzeitigen Forschungsaktivitäten im Bereich der Funkenerosion umfassen:

  • Entwicklung und Optimierung von Bearbeitungsparametern und Fertigungsstrategien
  • Integration neuartiger Steuerungs- und Maschinenkomponenten
  • Bearbeitung von Hochleistungswerkstoffen
  • Werkzeugentwicklung
  • Überführung der Ergebnisse in die wirtschaftliche Fertigung von prototypischen Mikrobauteilen und Mikroabformwerkzeugen

Durch die enge Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK werden die Ergebnisse der Grundlagenforschung schnell und effektiv in die industrielle Anwendung überführt. Weiterführende Informationen finden Sie hier.

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Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Jan Streckenbach
Tel.: +49 30 314-75309
Raum PTZ S108